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Schokokuss in der Stratosphäre

Juni 23, 2026

Aus luftiger Höhe - der Blick auf die Erde

Stiftsgymnasium in Xanten startet Wetterballon

Neun Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Stiftsgymnasiums Xanten haben am vergangenen Montag einen Wetterballon in die Stratosphäre geschickt – und dabei nicht nur Sensortechnik und Kameras an Bord gebracht, sondern auch ein Stück Hefe, einen Apfel und einen Schokokuss. Die ungewöhnliche Fracht hatte einen guten Grund: Die Jugendlichen wollten beobachten, wie sich organische Materialien und Flüssigkeiten unter den extremen Bedingungen in großer Höhe verhalten.

Seit Beginn des laufenden Schuljahres haben die Schülerinnen und Schüler der AG Wetterballon unter der Leitung von Dominique Cichon und Nils Rohde den Start akribisch geplant und vorbereitet. Der Ballon aus einem Kautschuk-Latex-Gemisch wurde mit Helium befüllt und stieg planmäßig mit rund 4,5 Metern pro Sekunde auf. Ziel war eine Höhe von 36 bis 37 Kilometern. In der Styropor-Box, die am Ballon hing, befanden sich neben der Kamera auch Sensoren zur Messung von Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und CO₂-Wert – Daten, die die AG anschließend gemeinsam auswerten konnte. Ein Fallschirm sorgte dafür, dass die Box sicher zur Erde zurückkehrte.

Frau Cichon und Herr Rohde vom Stiftgymnasium betreuen die Wetterballon AG

Es ist bereits der zweite erfolgreiche Start der AG: Im vergangenen Jahr hatte der Ballon ebenfalls die Stratosphäre erreicht und war schließlich rund 130 Kilometer nordöstlich von Xanten gelandet.

Blick aus der Stratosphäre auf die Erde
Die Versuchsanordnung. MIt Schokokuss.
Die Sensorenbox. Equipment.

Die RÜTGERS Stiftung hat das Projekt mit einer Förderung unterstützt und war beim Start in Xanten vertreten. Geschäftsführer Ralph Gorski brachte es vor Ort auf den Punkt: „Es geht darum, MINT-Unterricht erlebbar zu machen, um Schülerinnen und Schüler für diese Fächer zu begeistern.“ Genau das ist dem Stiftsgymnasium Xanten eindrucksvoll gelungen – und die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler war beim Start deutlich zu spüren.

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Ralph Gorski

Ralph Gorski

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